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SPT (Standard Penetration Test) in Remscheid – Normgerechte Baugrunderkundung

Praxisnahe Geotechnik, feldgeprüft.

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Die Geologie von Remscheid wird geprägt von den Schiefern und Grauwacken des Bergischen Landes, die im Laufe von Jahrmillionen tiefgründig verwittert sind. Wer hier baut, hat es selten mit homogenem Fels zu tun, sondern mit einer Wechsellagerung aus zersetztem Gestein, Hanglehm und aufgefüllten ehemaligen Hammerwerksgründen. Genau hier setzt der Standard Penetration Test an. Er liefert in Tiefen, die mit der Schürfgrube visuell nicht mehr beurteilbar sind, reproduzierbare Kennwerte zur Lagerungsdichte und Konsistenz. Bei einem Projekt in Lüttringhausen etwa zeigte der SPT in 4 m Tiefe einen abrupten Abfall der Schlagzahlen, was auf eine verfüllte Senke hindeutete – ein Befund, der ohne Rammsondierung unentdeckt geblieben wäre. Wir kombinieren den SPT in Remscheid oft mit dem CPT-Versuch, wenn ein durchgehendes Bodenprofil ohne Probenahme gefragt ist, nutzen aber den SPT immer dann, wenn die gewonnene Bodenprobe für die Korngrößenanalyse im Labor zusätzliche Aufschlüsse geben soll.

Der SPT ist in Remscheid oft der einzige Weg, die Mächtigkeit des Verwitterungsmantels über dem Festgestein zuverlässig einzugrenzen.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Das bergische Klima mit seinen ausgeprägten Niederschlägen und dem typischen Wechsel von Frost und Tauperiode im Frühjahr stellt besondere Anforderungen an die Terminierung von SPT-Sondierungen. Ein durchnässter Verwitterungslehm dämpft die Schlagenergie und kann die N60-Werte verfälschen – wir warten in solchen Fällen lieber eine Trockenperiode ab oder korrigieren die Werte rechnerisch mit dem Hammerwirkungsgrad, den wir regelmäßig kalibrieren. Die Erkundungstiefe in Remscheid liegt meist zwischen 6 und 15 Metern, abhängig davon, ob eine klassische Einfamilienhausgründung oder ein Mehrgeschossbau mit Tiefgarage geplant ist. Unsere Ausrüstung erlaubt den Einsatz des automatischen Fallgewichts nach DIN EN ISO 22476-3, was den Bedienereinfluss minimiert und gerade in den hängigen Grundstücken am Rande des Eschbachtals für konsistente Messreihen sorgt. Bei Bauvorhaben auf den alten Honschaftsböden des Stadtgebiets ergänzen wir die SPT-Aufschlüsse bei Bedarf mit Triaxialversuchen, um die Scherfestigkeit des anstehenden Schieferzersatzes genauer zu beziffern.
SPT (Standard Penetration Test) in Remscheid – Normgerechte Baugrunderkundung
Technische Referenz — Remscheid

Lokale Besonderheiten

Die DIN 4020 fordert für jedes Bauwerk eine auf den Baugrund abgestimmte Erkundungstiefe, und in Remscheid wird diese Forderung durch die geologischen Randbedingungen besonders relevant. Das größte Risiko liegt in nicht erkannten Verwitterungsprofilen: Ein SPT, der in 2 m Tiefe bereits den Rückprall (N > 50) anzeigt, kann einen Meter weiter durch eine Kluftzone im Schiefer plötzlich auf N = 8 abfallen. Eine Flachgründung ohne Kenntnis dieser Inhomogenität führt fast zwangsläufig zu Setzungsdifferenzen und Rissen im aufgehenden Mauerwerk. Im Wupper-Talabschnitt bei Reinshagen kommt hinzu, dass alte Auelehme mit organischen Beimengungen durch die dynamische Sondierung nicht sicher von tragfähigem Hanglehm unterschieden werden können – hier liefert der SPT zusammen mit der Probenansprache die notwendige Klarheit. Auch bei der Bemessung von Pfähle in den steilen Hanglagen von Remscheid ist der SPT ein etabliertes Verfahren, um die Mantelreibung in den Schichten abzuschätzen, die unterhalb der Verwitterungszone anstehen.

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Geltende Normen

DIN EN ISO 22476-3:2005 (Standard Penetration Test), DIN 4020:2010 (Geotechnische Untersuchungen), DIN EN 1997-2 (Eurocode 7: Erkundung und Untersuchung), ASTM D4633-16 (Hammerenergiemessung), DIN 1054 (Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau)

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
NormDIN EN ISO 22476-3:2005
GestängedurchmesserAW (43,7 mm)
Fallgewicht63,5 kg
Fallhöhe760 mm
Schlagzahl N₆₀Energiekorrigiert
Typische Erkundungstiefe Remscheid6 – 15 m
ProbengewinnStandard-Scherzylinder (Split Spoon)
HammerkalibrierungVor-Ort-Messung nach ASTM D4633

Häufige Fragen

Was kostet ein SPT in Remscheid?

Die Kosten für eine SPT-Sondierung in Remscheid bewegen sich je nach Erkundungstiefe, Anzahl der Teufen und Zugänglichkeit des Geländes üblicherweise zwischen €430 und €600 pro Aufschluss. Der genaue Preis hängt von der notwendigen Bohrtiefe und dem zu erwartenden Gesteinswiderstand ab – im verwitterten Schiefer ist mit höherem Bohrwerkzeugverschleiß zu rechnen als in Lockergesteinen.

Bis in welche Tiefe ist der SPT in Remscheid sinnvoll?

In Remscheid enden die meisten SPT-Sondierungen zwischen 8 und 15 m Tiefe, sobald der unverwitterte Fels erreicht ist. Sobald die Schlagzahl über 50 Schläge pro 15 cm steigt (Rückprall), wird die Sonde gestoppt und die Tiefe als Felszersatz interpretiert. Für tiefere Aufschlüsse im Festgestein setzen wir dann auf Kernbohrverfahren.

Wieviele SPT-Aufschlüsse brauche ich für ein Einfamilienhaus in Remscheid?

Für ein typisches Einfamilienhaus in Hanglage, wie sie im Stadtgebiet häufig vorkommt, empfehlen wir mindestens drei SPT-Aufschlüsse – zwei im Bereich des geplanten Baukörpers und einen im talseitigen Bereich, um die Schichtneigung und mögliche Auskeilungen des Verwitterungshorizonts zu erfassen. Die DIN 4020 gibt hierfür die erforderliche Erkundungsdichte vor.

Kann der SPT auch Tonstein und Schiefer in Remscheid erkunden?

Ja, der SPT eignet sich gut, um die Verwitterungsgrade des bergischen Schiefers zu differenzieren. Im vollständig zersetzten Material (Bodenklasse 3-4) erhalten wir verwertbare Schlagzahlen, während im angewitterten Fels der Rückprall einsetzt. Für Festgestein selbst ist der SPT nicht ausgelegt – hier ist die Kernbohrung das adäquate Verfahren.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Remscheid und seinem Großraum.

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