Die Geologie von Remscheid wird geprägt von den Schiefern und Grauwacken des Bergischen Landes, die im Laufe von Jahrmillionen tiefgründig verwittert sind. Wer hier baut, hat es selten mit homogenem Fels zu tun, sondern mit einer Wechsellagerung aus zersetztem Gestein, Hanglehm und aufgefüllten ehemaligen Hammerwerksgründen. Genau hier setzt der Standard Penetration Test an. Er liefert in Tiefen, die mit der Schürfgrube visuell nicht mehr beurteilbar sind, reproduzierbare Kennwerte zur Lagerungsdichte und Konsistenz. Bei einem Projekt in Lüttringhausen etwa zeigte der SPT in 4 m Tiefe einen abrupten Abfall der Schlagzahlen, was auf eine verfüllte Senke hindeutete – ein Befund, der ohne Rammsondierung unentdeckt geblieben wäre. Wir kombinieren den SPT in Remscheid oft mit dem CPT-Versuch, wenn ein durchgehendes Bodenprofil ohne Probenahme gefragt ist, nutzen aber den SPT immer dann, wenn die gewonnene Bodenprobe für die Korngrößenanalyse im Labor zusätzliche Aufschlüsse geben soll.
Der SPT ist in Remscheid oft der einzige Weg, die Mächtigkeit des Verwitterungsmantels über dem Festgestein zuverlässig einzugrenzen.
