Ein 14-Tonnen-Mobilbagger mit Tiltrotator und Profil-Löffel steht auf dem Grundstück in Remscheid-Lennep. Die Maschine hebt eine rechteckige Grube aus, eine Schürfgrube, die den Blick auf das freilegt, was unter der Oberfläche liegt. In der hügeligen Topografie Remscheids mit ihren verwitterten Tonschiefern und Lösslehmdecken ist die direkte Bodenansprache oft der effizienteste Weg. Kein indirektes Sondieren, sondern ein offener Aufschluss, der dem Geotechniker erlaubt, Schichtgrenzen, Klüftung und Wasserzutritte direkt zu kartieren. Das Team protokolliert jeden Aufschluss nach DIN EN ISO 14688 und entnimmt gestörte sowie ungestörte Proben für weiterführende Laborversuche. Eine Korngrößenanalyse liefert später die exakte Kornverteilung des anstehenden Materials und ergänzt den Feldbefund um belastbare Kennwerte für die Gründungsbemessung.
Eine Schürfgrube in Remscheid liefert mehr als ein Bohrprofil: Sie zeigt Schichtverlauf und Wasserzutritt im Originalverbund.
