Die industrielle Entwicklung Remscheids, geprägt durch Jahrhunderte der Werkzeug- und Maschinenbaufertigung, hat auf geotechnisch heterogenen Untergründen stattgefunden. Viele Gewerbe- und Wohngebiete liegen auf Talfüllungen und Verwitterungsböden des Rheinischen Schiefergebirges, die bei dynamischer Belastung ein spezifisches Verhalten zeigen. Gerade in den flacheren Lagen entlang der Wupper und ihrer Nebenbäche treffen Planer auf sandig-schluffige Schichten mit hohem Grundwasserstand – eine Kombination, die unter seismischer Einwirkung kritisch werden kann. Eine Bodenverflüssigungsanalyse liefert hier die belastbare Grundlage, um Gründungen sicher auszulegen. Das Labor prüft nach DIN EN 1998-5 und ergänzt das Leistungsspektrum mit der Sondierung mittels SPT-Bohrung zur Ermittlung der Lagerungsdichte vor Ort. Die geotechnische Erkundung in Remscheid erfordert eine genaue Kenntnis der lokalen Schichtenabfolge, vom Tonsteinzersatz bis zu den quartären Lockersedimenten, die ohne detaillierte Untersuchung ein überschätztes Tragverhalten vortäuschen können.
Nicht der Fels, sondern die lockeren Talfüllungen bestimmen in Remscheid das seismische Risiko – wir quantifizieren es mit normgerechter Analytik.
