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Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Remscheid – tragfähige Böden richtig einschätzen

Praxisnahe Geotechnik, feldgeprüft.

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Remscheids Stadtentwicklung ist geprägt von den Hügeln des Bergischen Landes – kein Wunder, dass der Untergrund hier selten homogen ist. Die historische Werkzeugindustrie hat entlang der Wupper-Schleifen tiefe Spuren hinterlassen, oft mit Aufschüttungen, die man erst bei der Korngrößenanalyse richtig einordnen kann. Wenn Sie heute in Lüttringhausen oder Lennep bauen, treffen Sie auf verwitterte Tonschiefer, Lösslehm und manchmal auf alte Schlackehalden. Eine einfache Bodenansprache reicht da nicht. Wir vom Team vor Ort wissen: Nur die Kombination aus Siebung und Hydrometer klärt, wie viel Feinkorn wirklich im Boden steckt. Das ist die Basis für jede Aushubklassifikation, für die Beurteilung der Frostempfindlichkeit und für die Wahl des richtigen Verfüllmaterials. Deshalb schicken wir unsere Proben ins akkreditierte Labor und werten die Kornverteilungskurve so aus, dass sie direkt in die Ausschreibung passt. In Remscheid, wo schon ein kurzer Starkregen die Hangböden aufweichen kann, ist diese Genauigkeit kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Wer das übergeht, riskiert später teure Nachbesserungen an der Gründung.

Eine Kornverteilungskurve ohne Hydrometer ist wie ein Baugrundgutachten ohne Tiefenprofil – die entscheidende Feinfraktion bleibt unsichtbar.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Vergleicht man die Böden in Alt-Remscheid mit denen in Hasten, sieht man schnell, warum die Korngrößenanalyse so entscheidend ist. Alt-Remscheid steht auf verwittertem Grundgebirge mit sandig-schluffigen Verwitterungsdecken, die oft einen hohen Feinkornanteil aufweisen und bei Wasserzutritt schnell an Tragfähigkeit verlieren. In Hasten hingegen dominieren tonige Schluffe über Festgestein, die ein völlig anderes Setzungsverhalten zeigen. Wir führen die Analyse nach ASTM D6913 für den Siebdurchgang und ASTM D7928 für die Sedimentation durch – das Hydrometer misst den Anteil der Partikel kleiner als 0,075 mm, den die Siebung allein nicht erfasst. In der Praxis bedeutet das: Wir waschen die Probe über dem 75-µm-Sieb, trocknen den Rückstand und sieben ihn in Fraktionen von 63 mm bis 0,075 mm. Die Suspension läuft dann ins Hydrometer, wo wir die Dichte in festgelegten Zeitintervallen ablesen. So entsteht eine präzise Kornverteilungskurve, aus der wir Cu und Cc ableiten, den Ungleichförmigkeitsgrad und den Krümmungswert. Das sind die Kennzahlen, die dem Baugrundgutachter in Remscheid sagen, ob der Boden als verdichtungsfähig gilt oder ob er in die Frostempfindlichkeitsklasse F3 fällt. Ohne diese Unterscheidung tappt man bei der Planung von Bodenplatten oder Stützmauern im Dunkeln.
Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) in Remscheid – tragfähige Böden richtig einschätzen
Technische Referenz — Remscheid

Lokale Besonderheiten

Ein klassischer Fehler, den wir in Remscheid immer wieder sehen: Das Baugrundgutachten übernimmt pauschal die Körnungslinie einer benachbarten Baustelle, weil 'der Boden hier ja überall gleich ist'. In Wirklichkeit kann der Feinkornanteil schon auf 50 Meter Distanz so stark schwanken, dass aus einem als GW klassifizierten Kies ein frostempfindlicher GU wird. Die Folge? Die Frostschürze ist falsch dimensioniert, der Unterbau der starren Beläge bekommt Hebungen, und der Bauherr trägt die Sanierungskosten. Eine ordentliche Korngrößenanalyse mit Hydrometer verhindert diesen Rattenschwanz an Problemen. Sie liefert den exakten Ungleichförmigkeitsgrad Cu, der für die Verdichtbarkeit entscheidend ist, und den Durchlässigkeitsbeiwert kf, der für die Dränplanung gebraucht wird. In den Hanglagen von Remscheid, wo Schichtenwasser auf undurchlässigen Tonschluffen steht, ist dieser Wert Gold wert. Ohne ihn plant man Entwässerungssysteme ins Blaue hinein. Und wer im Bergischen Land ins Blaue plant, wird früher oder später von der Realität eingeholt.

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Geltende Normen

ASTM D6913-17 (Sieve analysis), ASTM D7928-17 (Hydrometer analysis), DIN 18123:2011 (Korngrößenverteilung), ZTVE-StB 17 (Frostempfindlichkeitsklassen), DIN 4220:2020 (Bodengruppen)

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Siebsatz200 mm bis 75 µm nach ASTM E11
Hydrometer-Typ152H, kalibriert bei 20°C
Probenmenge Siebungmin. 500 g (Feinboden), 5 kg (Grobkies)
DispersionsmittelNatriumhexametaphosphat (NaPO₃)₆
Temperaturkorrekturautomatisch über eingetauchtes Thermometer
Auswerteparameterd10, d30, d60, Cu, Cc
FrostempfindlichkeitKlassifikation nach ZTVE-StB
Prüfberichtinkl. Kornsummenkurve und Bodengruppe

Häufige Fragen

Wann reicht eine einfache Siebung und wann brauche ich ein Hydrometer?

Sobald der Boden sichtbar schluffig oder tonig ist – also Feinkornanteile über 10 % zu erwarten sind – ist das Hydrometer Pflicht. Die reine Siebung erfasst nur Partikel bis 0,075 mm. Alles Feinere bleibt unsichtbar, und genau diese Fraktion bestimmt das Bindigkeitsverhalten und die Frostempfindlichkeit. In Remscheid mit seinen Verwitterungslehmen ist dieser Fall die Regel, nicht die Ausnahme.

Was kostet eine Korngrößenanalyse mit Siebung und Hydrometer?

Für eine kombinierte Analyse inklusive Probenvorbereitung, Waschen über 75-µm-Sieb, Siebung und Hydrometerversuch bewegen wir uns bei €110 bis €140, abhängig von Probenanzahl und Aufbereitungsaufwand. Bei größeren Probenkontingenten aus einem Projekt in Remscheid lassen sich oft günstigere Staffelpreise vereinbaren.

Wie lange dauert die Auswertung im Labor?

Die reine Siebung dauert etwa einen Arbeitstag, die Hydrometeranalyse läuft über mindestens 24 Stunden Sedimentationszeit. Mit Berichterstellung und Plausibilitätsprüfung durch unseren Ingenieur rechnen Sie bitte mit 4 bis 5 Werktagen ab Probeneingang. Eilbedarf sprechen Sie direkt an, dann priorisieren wir.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Remscheid und seinem Großraum.

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