Remscheids Stadtentwicklung ist geprägt von den Hügeln des Bergischen Landes – kein Wunder, dass der Untergrund hier selten homogen ist. Die historische Werkzeugindustrie hat entlang der Wupper-Schleifen tiefe Spuren hinterlassen, oft mit Aufschüttungen, die man erst bei der Korngrößenanalyse richtig einordnen kann. Wenn Sie heute in Lüttringhausen oder Lennep bauen, treffen Sie auf verwitterte Tonschiefer, Lösslehm und manchmal auf alte Schlackehalden. Eine einfache Bodenansprache reicht da nicht. Wir vom Team vor Ort wissen: Nur die Kombination aus Siebung und Hydrometer klärt, wie viel Feinkorn wirklich im Boden steckt. Das ist die Basis für jede Aushubklassifikation, für die Beurteilung der Frostempfindlichkeit und für die Wahl des richtigen Verfüllmaterials. Deshalb schicken wir unsere Proben ins akkreditierte Labor und werten die Kornverteilungskurve so aus, dass sie direkt in die Ausschreibung passt. In Remscheid, wo schon ein kurzer Starkregen die Hangböden aufweichen kann, ist diese Genauigkeit kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Wer das übergeht, riskiert später teure Nachbesserungen an der Gründung.
Eine Kornverteilungskurve ohne Hydrometer ist wie ein Baugrundgutachten ohne Tiefenprofil – die entscheidende Feinfraktion bleibt unsichtbar.
