Remscheid liegt auf einem geologischen Rücken aus devonischen Schiefern und Grauwacken, die über Jahrmillionen tiefgründig verwittert sind. Genau hier setzt die Pfahlgründungsbemessung an, denn was oberflächlich wie Fels wirkt, entpuppt sich oft als zersetzter Hangschutt mit stark wechselnder Lagerungsdichte. In unserer täglichen Arbeit sehen wir, dass der Übergang vom Verwitterungshorizont zum anstehenden Fels selten gleichmäßig verläuft – eine Herausforderung, die bei der Bemessung von Bohrpfählen oder Mikropfählen zwingend berücksichtigt werden muss. Die tief eingeschnittenen Täler der Wupper und ihrer Nebenbäche sorgen zudem für Hangneigungen, die selbst bei moderaten Bauvorhaben eine sorgfältige Untersuchung des Baugrunds erfordern. Wer in Remscheid plant, braucht eine Pfahlgründungsbemessung, die dieses inhomogene Tragverhalten von Anfang an realistisch abbildet, anstatt mit pauschalen Annahmen zu arbeiten. Ergänzend zur Tiefenerkundung greifen wir oft auf die seismische Refraktion zurück, um die Mächtigkeit der Lockergesteinsdecke zuverlässig abzugrenzen, bevor wir die Pfähle bemessen.
In Remscheids verwitterten Schieferhängen entscheidet die realistische Abschätzung der Mantelreibung über die Wirtschaftlichkeit einer Pfahlgründung – nicht die reine Spitzendruckreserve.
