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Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren) in Remscheid – Verdichtungsnachweis nach ZTV

Praxisnahe Geotechnik, feldgeprüft.

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Der Messkoffer für die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren ist ein vertrautes Werkzeug auf Baustellen im gesamten Remscheider Stadtgebiet. Das Gerät selbst besteht aus einem kalibrierten Glaszylinder mit Ventil, einem trichterförmigen Sandbehälter und einer Grundplatte mit kreisrunder Öffnung, die exakt über dem Prüfloch positioniert wird. Sobald der normierte Quarzsand aus dem Behälter – in Remscheid meist ein getrockneter, einkörniger Sand mit definierter Korndichte – kontrolliert in die entstandene Aushöhlung strömt, lässt sich das Volumen der entnommenen Probe auf wenige Kubikzentimeter genau bestimmen. In einer Stadt, die sich über Höhenlagen zwischen 200 und 380 Metern erstreckt und deren Untergrund von devonischen Schiefern, Grauwacken und quartären Hanglehmen geprägt ist, liefert dieses Verfahren die basale Referenz für jeden Verdichtungsnachweis. Ob im Gewerbegebiet Großhülsberg oder an einem Hanggrundstück in Lüttringhausen – wer die Verdichtung einer Tragschicht prüft, kombiniert den Sandkegel oft mit dem Proctorversuch, um die erzielte Trockendichte an der im Labor bestimmten Referenzdichte zu spiegeln.

Die Genauigkeit des Sandkegelverfahrens hängt in Remscheid stark vom Wassergehalt des anstehenden Hanglehms ab – eine Kalibrierung des Prüfsandes vor Ort ist unverzichtbar.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Das bergische Relief mit seinen steilen Hängen, tief eingeschnittenen Bachtälern und dem notorisch hohen Jahresniederschlag von teils über 1.200 Millimetern setzt eine Verdichtungsprüfung anderen Belastungen aus als die norddeutsche Tiefebene. In Remscheid muss die Felddichtebestimmung häufig an feinkörnigen, verwitterten Schieferböden durchgeführt werden, deren Wassergehalt saisonal stark schwankt und die bei unzureichender Verdichtung zu Setzungen neigen. Das Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 erlaubt hier eine zerstörungsfreie Volumenbestimmung direkt auf der verdichteten Lage, wobei die Messunsicherheit unter kontrollierten Bedingungen bei etwa 1,5 Prozent des Volumens liegt. Gerade bei der Abnahme von Straßenoberbau-Tragschichten im Zuge der L 407 oder bei Erschließungsstraßen im Neubaugebiet Reinshagen verlangt die örtliche Bauaufsicht lückenlose Prüfprotokolle. Für eine umfassende Tragfähigkeitsbewertung des Planums wird die Dichtebestimmung oft um einen Plattendruckversuch ergänzt, der den Verformungsmodul Ev2 direkt auf der gleichen Prüfstelle liefert.
Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren) in Remscheid – Verdichtungsnachweis nach ZTV
Technische Referenz — Remscheid

Lokale Besonderheiten

In der Remscheider Praxis zeigt sich ein wiederkehrendes Problem: Der natürliche Wassergehalt der anstehenden Böden – insbesondere der tonig-schluffigen Verwitterungslehme über dem Schiefer – wird vor der Prüfung unterschätzt. Während der Sandkegelversuch offiziell nur die Dichte misst, wird der entnommene Boden routinemäßig zur Trockendichtebestimmung ins Labor gebracht. Stellt sich dort heraus, dass der Einbauwassergehalt mehr als zwei Prozent vom optimalen Wassergehalt des Proctorversuchs abweicht, ist der gesamte Verdichtungsnachweis fraglich. Ein weiteres Risiko entsteht an Hangkanten oberhalb von Lennep oder entlang der Wupper, wo unzureichend verdichtete Auffüllungen nach Starkregenereignissen zu Ausspülungen und Böschungsrutschungen führen können. Wer hier auf den Sandkegel verzichtet und sich allein auf dynamische Fallplatten verlässt, übersieht die Gefahr einer lockeren, wasserempfindlichen Schicht in 30 Zentimetern Tiefe, die mit keinem anderen Verfahren so zuverlässig detektiert wird.

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Geltende Normen

DIN 18125-2:2020-11 – Feldversuch – Bestimmung der Dichte mit dem Sandkegelverfahren, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen Erdbau, ZTV SoB-StB 20 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen Schichten ohne Bindemittel, DIN EN 13286-2 – Ungebundene Gemische – Laborverfahren zur Trockendichte

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN 18125-2:2020-11
Grundplattendurchmesser150–200 mm (je nach Größtkorn)
Prüflochtiefemax. 150 mm oder 1,5 × d_max
Prüfsand (Referenz)Quarzsand 0,2–0,6 mm, rundkörnig
Kalibrierintervall Sanddichtetäglich bzw. bei Feuchteänderung
Typische Messunsicherheit≤ 2 % des Volumens
Erforderliche Mindestverdichtung (Erdbau)D_Pr ≥ 98 % (ZTV E-StB)
Prüffrequenz (Tragschicht)1 Prüfung je 2.500 m² (ZTV SoB-StB)

Häufige Fragen

Wie viel kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Remscheid?

Die Kosten für einen einzelnen Sandkegelversuch in Remscheid bewegen sich üblicherweise zwischen €100 und €140 pro Prüfpunkt, abhängig von der Anzahl der Prüfungen pro Baustellentag und der erforderlichen Dokumentationstiefe. Bei größeren Prüflosen mit mehr als zehn Messpunkten können günstigere Staffelpreise vereinbart werden.

Welche Normen sind für das Sandkegelverfahren im Erdbau verbindlich?

Das Verfahren selbst ist in der DIN 18125-2:2020-11 beschrieben. Für die Bewertung des Verdichtungserfolgs sind die vertraglichen Anforderungen der ZTV E-StB 17 maßgebend, die in der Regel einen Verdichtungsgrad von D_Pr ≥ 98 % für Dämme und Verfüllungen fordern. Bei Tragschichten ohne Bindemittel greift ergänzend die ZTV SoB-StB 20.

Ab welcher Einbauschichtdicke ist der Sandkegelversuch in Remscheid einsetzbar?

Das Sandkegelverfahren eignet sich für Lagen mit einer Dicke von mindestens dem 1,5-Fachen des Größtkorns, typischerweise ab etwa 10 bis 15 Zentimetern. In Remscheid, wo häufig gebrochene Grauwacke-Splitte als Tragschichtmaterial verwendet werden, ist die Prüfung bei einem Größtkorn bis 63 Millimetern mit der großen Grundplatte durchführbar.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Remscheid und seinem Großraum.

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