Der Messkoffer für die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren ist ein vertrautes Werkzeug auf Baustellen im gesamten Remscheider Stadtgebiet. Das Gerät selbst besteht aus einem kalibrierten Glaszylinder mit Ventil, einem trichterförmigen Sandbehälter und einer Grundplatte mit kreisrunder Öffnung, die exakt über dem Prüfloch positioniert wird. Sobald der normierte Quarzsand aus dem Behälter – in Remscheid meist ein getrockneter, einkörniger Sand mit definierter Korndichte – kontrolliert in die entstandene Aushöhlung strömt, lässt sich das Volumen der entnommenen Probe auf wenige Kubikzentimeter genau bestimmen. In einer Stadt, die sich über Höhenlagen zwischen 200 und 380 Metern erstreckt und deren Untergrund von devonischen Schiefern, Grauwacken und quartären Hanglehmen geprägt ist, liefert dieses Verfahren die basale Referenz für jeden Verdichtungsnachweis. Ob im Gewerbegebiet Großhülsberg oder an einem Hanggrundstück in Lüttringhausen – wer die Verdichtung einer Tragschicht prüft, kombiniert den Sandkegel oft mit dem Proctorversuch, um die erzielte Trockendichte an der im Labor bestimmten Referenzdichte zu spiegeln.
Die Genauigkeit des Sandkegelverfahrens hängt in Remscheid stark vom Wassergehalt des anstehenden Hanglehms ab – eine Kalibrierung des Prüfsandes vor Ort ist unverzichtbar.
