Ein Seilkernbohrgerät auf einem Raupenfahrwerk rückt auf das Grundstück in Remscheid-Lennep aus. Das Bohrgerät arbeitet sich durch die typischen Verwitterungslehme und trifft nach wenigen Metern auf die Festgesteinszone des Rheinischen Schiefergebirges. Die Übergangszone zwischen Lockergestein und Fels ist hier das zentrale Risiko – genau hier setzt unsere bodenmechanische Untersuchung an. Mit einer Kernbohrung DN 100 und der Entnahme von ungestörten Sonderproben nach DIN EN ISO 22475-1 erfassen wir die Scherparameter des Übergangsbereichs. Remscheid ist mit seinen sechs Höhenstufen von 100 bis 380 Metern eine stadtgeologische Herausforderung, bei der Setzungsunterschiede von Baukörpern ohne präzise Baugrunderkundung unvermeidbar sind. Ergänzend zur Kernbohrung lassen sich mit einer Korngrößenanalyse die Feinkornanteile der Verwitterungsdecke klassifizieren, bevor im Labor der wirksame Reibungswinkel bestimmt wird.
Die Übergangszone zwischen Lockergestein und Fels entscheidet in Remscheid über die Setzungsfreiheit eines Bauwerks – eine saubere bodenmechanische Untersuchung liefert die Kennwerte für diesen kritischen Horizont.
