Zwischen den dicht bebauten Hanglagen von Lennep und den flacheren Gewerbegebieten in Lüttringhausen unterscheiden sich die Baugrundverhältnisse in Remscheid oft schon auf den ersten hundert Metern grundlegend. Während man im Norden auf vergleichsweise tragfähige, verwitterte Grauwacken und Schiefer stößt, sind die Tallagen entlang des Morsbachs und Eschbachs von weichen Auenlehmen und teils organischen Einlagerungen geprägt. Diese Kontraste verlangen eine geotechnische Bemessung, die nicht von der Stange kommt.
Für eine tiefe Baugrube am Hang müssen wir die Lastabtragung völlig anders ansetzen als für eine ebene innerstädtische Baulücke in Alt-Remscheid. Ergänzend zur Baugrubenplanung ziehen wir oft eine Baugrubenüberwachung heran, um Verformungen in der Nachbarbebauung frühzeitig zu erkennen und die rechnerischen Ansätze zu validieren.
In Remscheid entscheidet oft die richtige Einschätzung des Kluftwassers in den Schiefern über die Wirtschaftlichkeit einer Baugrube.
